Immunglobulin zur intravenösen Anwendung

Wenn der Körper nicht genügend Antikörper bildet

Der menschliche Körper produziert normalerweise sogenannte Immunglobuline (Antikörper), die uns vor Krankheitserregern schützen. Manchmal kann der Körper jedoch nicht genug davon herstellen. Dann besteht die Möglichkeit, fehlende Antikörper von außen zuzuführen.

Diese Antikörper werden zum Beispiel über eine Infusion direkt in die Blutbahn gegeben (intravenös).

Wann werden Immunglobuline eingesetzt?

Immunglobuline kommen zum Einsatz bei:

  • Antikörpermangelsyndromen (Immundefekten)
    • angeboren (primär), wie z. B. das variable Immundefektsyndrom (CVID)
    • erworben (sekundär), zum Beispiel im Rahmen von Erkrankungen wie Leukämie

In diesen Fällen stehen dem Körper nicht ausreichend Antikörper zur Verfügung.

  • Autoimmunerkrankungen
    Hier richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen den eigenen Körper. Immunglobuline können helfen, diese fehlgeleiteten Antikörper zu regulieren und ihre schädliche Wirkung zu reduzieren.

Was ist panzyga®?

panzyga® ist ein Immunglobulin, das über eine Infusion in die Vene verabreicht wird. Die Behandlung erfolgt durch medizinisches Fachpersonal.

Produktname: panzyga® 100 mg/ml Infusionslösung
Wirkstoff: Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg)
Hersteller: Octapharma GmbH

Anwendungsgebiete:

panzyga® ist zugelassen zur Substitutionstherapie bei:
  • primären Immunmangelkrankheiten (PID) mit eingeschränkter Antikörperbildung
  • sekundären Immunmangelkrankheiten (SID) bei Patienten, die an schweren oder rezidivierenden Infektionen leiden, bei denen eine antimikrobielle Therapie unwirksam ist und die entweder ein nach- gewiesenes Versagen spezifischer Anti- körper (PSAF)* oder IgG-Serumspiegel von < 4 g/l aufweisen.
  • Masern-Prä-/Postexpositionsprophylaxe für empfängliche Erwachsene, Kinder und Jugendliche (0 – 18 Jahre), bei denen eine aktive Immunisierung kontraindiziert ist oder nicht empfohlen wird.
 
panzyga® ist zugelassen zur Immunmodulation bei:
  • Primärer Immunthrombozytopenie (ITP), bei Patienten mit einem hohen Blutungsrisiko oder vor chirurgischen Eingriffen zur Korrektur der Thrombozytenzahl
  • Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
  • Kawasaki-Syndrom (zusammen mit Acetysalicylsäure: siehe Fachinformation)
  • Chronisch inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie (CIDP)
  • Multifokaler motorischer Neuropathie (MMN)
Weitere Informationen zur Immunglobulintherapie unter: www.octapharma.de/produkte/immunologie/panzyga